Unter dem Motto "Gaming findet Stadt!" wurden auf der Messe vom 17. bis 19. Oktober auch heuer wieder die neuesten Video- und Konsolenspiele der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen der "Game City" fand auch die internationale Fachtagung "Future and Reality of Gaming" (F.R.O.G. 08) statt.
"F.R.O.G. 08"
Die dreitägige Fachkonferenz bot
eine Vielzahl von internationalen Vorträgen, wie auch einen breiten Überblick der aktuellen Forschung zum Thema Computerspiele. Um die Präsentationen aus Forschungs-
einrichtungen von drei Kontinenten für alle zugänglich zu machen, wurden die Keynotes sowie ein "Public-Track" simultan in Englisch und Deutsch gedolmetscht.
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Foto: Andreas Jakwerth / reddish.at
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Eröffnet wurde die Tagung mit Referaten von Frau BM Dr. Andrea Kdolsky und Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Wagner, MBA (siehe Foto).
Beim Computerspielen erwerben junge Menschen von heute "spielerisch Qualifikationen, die im Arbeitsalltag höchst erwünscht sind", sagte Jugendministerin Andrea Kdolsky. Die Diskussion über Games auf die Gewalt einzuengen und Spieler als "potenzielle Amokläufer abzustempeln", sei eine "Themenverfehlung", so Kdolsky weiter. Dafür gebe es keine seriöse wissenschaftliche Bestätigung. "Das, was wir als Kultur verstehen, ist aus dem Spiel entstanden", ergänzte Michael Wagner von der Donauuniversität Krems, die gemeinsam mit dem Familienministerium, der Stadt Wien und der Universität Wien die Konferenz veranstaltet.
Einer der Keynote Speaker war der Amerikanische Spieleforscher James Paul Gee, Professor an der Arizona State University. Seiner Ansicht nach "könnten Spiele die Welt retten", denn Computerspiele lehren die kommende Generation, mit Komplexität und systematischem Denken umzugehen. Und nur dadurch könnten die komplexen Probleme wie Klimawandel, Überbevölkerung oder Wirtschaftskrisen gelöst werden. Gee weiter: „Computerspiele werden von Massenmedien, Politikern und Pädagogen gerne als Sündenböcke für Leseschwächen, Aufmerksamkeitsdefizit bis hin zu Amokläufen herangezogen. Dieses vereinfachende Denken könnte nicht falscher sein. Das Denken, das die Aufgaben des 21. Jahrhunderts erfordern, dürfe nicht linear oder vereinfachend sein, sondern vernetzt, systemisch und komplex – wie es eben Computerspiele sind.“
Links:
www.bubb.at/frog
www.game-city.at
www.spc.at/oeko-energie.at
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